menueleiste1
home archiv suche messageboard abo hier gibts malmoe feedback alltag verdienen regieren widersprechen funktionieren tanzen erlebnispark
  Revolutions­jubiläen

1517 / 1917

„Ich war, ich bin, ich werde sein.“ Diese Selbstdarstellung der Revolution in den berühmten Worten Rosa Luxemburgs klingt heute abwegig. Es gab so lange keine Revolutionen mehr, dass es zuweilen fraglich scheinen muss, ob es je welche gab. Die bunten „Farbrevolutionen“ der letzten zwei Jahrzehnte in mehreren Ländern Osteuropas, Nordafrikas und Asiens hatten beispielsweise nur den Austausch der jeweils regierenden OligarchInnen zum Ergebnis. Damit spotteten sie, trotz des begründeten und authentischen Engagements der AkteurInnen, dem Begriff der Revolution. Dieser Enttäuschung zum Trotz nimmt sich skug und MALMOE das sehr ambitionierte Kooperationsprojekt vor, anhand der Revolutionsjubiläen des Herbstes 2017 (500 Jahre Reformation / 100 Jahre Oktoberrevolution) nachzuforschen und zu ergrübeln, was aus der Möglichkeit des revolutionären Umschwungs geworden ist. Selbstverständlich kann dies nur über einzelne Splitter gelingen, die allenfalls den Vorschein eines Revolutionsbegriffes bieten. Dennoch – deutlich könnte werden: „Geschichte ist nur zu verstehen als Revolution mit anderen Mitteln“ (Eugen Rosenstock-Huessy). Wer weismachen will, es gäbe einzig den ruhigen evolutionären Fluss der Entwicklung, irrt sich oder will täuschen. Um Veränderung zu erreichen beliebt die Menschheit mitunter zu springen.



Europa im Herbst
Was ist überhaupt eine Revolution? Geschichte eines verblassenden Begriffs von Frank Jödicke


Über Leben und Tod der ­Marxistischen Linken
Adrian J. Haim interviewte Sebastian Vetter von der ­Platypus Affiliated Society


Von der Philosophie der Praxis zum Denken der Revolution
Frederik Fuß über die Aktualität der Theorie der revolutionären Praxis im Umfeld der jugoslawische DenkerInnen der 1960er rund um Gajo Petrović und Predrag Vranicki


„Beeilt Euch zu handeln, ehe es zu spät ist, zu bereuen.“
Timothy Snyders „On Tyranny“ gelesen und besprochen von Gianluigi Segalerba


To infinity and beyond
Die Revolution sprengt die Ketten von Raum und Zeit von Philipp Moritz


Revolutionäre Feierlaune
So feiert die Welt - Washington / Leipzig / Wittenberg / Moskau


Wer noch mehr revolutionären Eifer verspürt, darf diesen auf skug.at stillen. Dort finden sich ungekürzte Versionen mit üppiger Bebilderung, sowie weitere Texte.

online seit 05.11.2017 19:24:12 (Printausgabe 80)
autorIn und feedback : Redaktion




Die spinnen, die Briten

Brexit
[05.07.2017,Redaktion]


Identitätsfalle

Wie soll die Welt begriffen und verstanden werden, ohne dass ihre Bestandteile benannt und eingeordnet werden?
[10.06.2017,Redaktion]


FORT SCHREIBEN

Schwerpunkt Exilliteratur
[10.05.2017,Redaktion]


die vorigen 3 Einträge ...
die nächsten 3 Einträge ...
 
menueleiste2
impressum kontakt about malmoe newsletter links mediadaten